Tagged: Dachstein

Ramsau – Tag 4

Den 4. und letzten Urlaubstag wollten wir mit einem anspruchsvollen aber auch schönen Klettersteig beenden. Und so fiel unsere Wahl auf dem im Gosautal gelegenen Intersport-Klettersteig hinauf zum Großen Donnerkogel auf 2054 Höhenmeter. Vom Parkplatz am Hinteren Gosausee bestiegen wir die Gosaukammbahn hinauf in Richtung Gablonzer Hütte, welche wir zügig passierten und uns bergwärts in Richtung Einstiegspunkt richteten. Auf dem Weg sind wir auch auf die zahlreichen Warnungen gestossen, den Weg nicht zu verlassen, da wir uns im Jagdgebiet befinden würden … Beste Aussichten für eine geruhsame Klettertour also!

Beim 1.250 Klettermeter langen, vier sehr unterschiedliche Etappen umfassenden Intersport Klettersteig handelt es sich um eines der umstrittensten Klettersteigprojekte in Österreich. Der Steig wurde über eine bestehende Kletterroute von Paul Preuß gelegt und berührt außerdem Jagdgebiete. Dies löste hitzige Diskussionen aus und führte letztendlich zu einer Neutrassierung im mittleren Bereich.

Vom Einstieg ging es also nach kurzer Wartezeit im Stau schon eimal streng, aber schön, bergan. Im Hintergrund immer das herrliche Panorama der Gosauseen im strahlenden Sonnenschein. Nach weiteren schönen Passagen und immer wiederkehrenden Wartezeiten folgte das umgestaltete Mittelstück „Es lebe die Jagd“ rund um den Kleinen Donnerkogel. Dieser Mittelteil ist weder schön noch besonders anspruchvoll, muss aber für die weiteren Höhepunkte erledigt werden! Im 3. Teil des Anstieges folgt die Route einem Felsgrat entlang – Man steht förmlich zwischen den Tälern. Eine fantastische Aussicht und eine besonders anspruchsvolle Routenführung haben uns mächtig begeistert. Der letzte Teil hinauf zum Gipfel wechselt vom Klettersteig zum Trampelpfad … aber der Gipfel ist ja schon in Sicht. Diesen haben wir dann auch mit unserern zahlreichen Mitstreitern erreicht und nach kurzer Rast und einigen schönen Landschaftsaufnahmen folgte der unschöne Abstieg, denn der Weg führte wieder einmal direkt durch ein Geröll- und Steinfeld. Aber auch diese letzte Anstrengung haben wir geschafft und die Strapazen der Tour bei Buttermilch und Brot in der Hütte ausklingen lassen.

Der morgige Sonntag soll nur zur Heimfahrt und zum anschliessenden Fussballschaun genutzt werden. Bis bald!

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Ramsau – Tag 3

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es der Wahnsinn oder einfach nur maßlose Überschätzung ist, die uns beide am 3. Urlaubstag den Weg zum Dachstein-Gipfel suchen lässt. Aber so sei es dann: Der Gipfel muss auch trotz des dichten Nebels auf dem Gletscher bestiegen werden.

Von der Bergstation der Seilbahn führte uns der Weg über den Gletscher, vorbei am Sommeskigebiet, hinauf zur Dachsteinwarte und nach kurzer Orientierungspause (wegen des dichten Nebels) weiter über das Schneefeld in Richtung Einstiegspunkt zum Randkluftsteig. Allerdings haben wir uns erst einmal kräftig in der Richtung geirrt und wären fast wieder ins Tal abgestiegen. Wir stapften dann weiter durch den doch recht feuchten Schnee bergan und folgten einer Spur. Doch auch hier gelangten wir zwar bis an den Felsen, jedoch an den absolut Falschen. Es folgte eine kurze Pause mit anschliessender Reorientierung. Und schliesslich versuchten wir es ohne Spur und Weg uns suchten uns den Weg über einen schmalen Schneegrat bis zum Einstiegspunkt zum Klettersteig.

Die Klettergurte und -helme waren schnell angelegt und so machten wir uns an den Aufstieg. Doch auch hier wurden wir straff ausgebremst, denn unsere kleinen Verirrungen führten dazu, dass wir die Bummelletzten am Berg waren. Der Gegenverkehr war phänomenal! Zu guter Letzt erreichten auch wir den Gipfel, der sich, wie sollte es auch anders sein, vollkommen verhüllt präsentierte. Eine schnelle Fotos später begannen wir auch mit dem Abstieg, der sich an 2 Punkten, wegen fehlender Seile, als äusserst interessant darstellte. Auf dem Rückweg über das Schneefeld zog es auch immer mal wieder auf, so dass wir unsere Irrwege vom Morgen noch einmal in besserem Licht sehen konnten.

Als kleines Finale gönnten wir uns den Besuch der Eishöhlen am Ausgangspunkt unserer Reise – der Dachsteinbahn Bergstation.

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Ramsau – Tag 2

Der zweite Tag unserer kleinen Kletterreise ist angebrochen und heute sollte es gleich richtig losgehen.

In der Silberkarklamm nahe Ramsau suchten wir uns die beiden Einsteiger-Klettersteige Hias uns Siega heraus, um uns wieder ans Steigeklettern zu gewöhnen. Begonnen haben wir nach dem Einstieg in die Klamm am Hias – einen mittelschweren Klettersteig mit 2 Seilbrücken der Kategorie C bis D. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten und kurzen Unterbrechungen, da einige Klettersteigprofis schneller als wir waren, haben wir uns doch durch den Steig gekämpft und die Seile und Sicherungen lieben gelernt.

Nach kurzen Fussweg durch den oberen Bereich der Klamm führte uns der weitere Weg in Richtung Siega – eigentlich leichter als der Hias, aber mit einem viel besseren Panorama. Der Einstieg über ein Schotterfeld war weniger schön, aber die erste Steilwand und die schöne Aussicht liesen uns diesen kleinen Schandfleck vergessen. Es ging in der Kategorie B bis C und manchmal D steil bergauf und über einen kleinen Schotterweg zurück zur Silberkarhütte.

Am Ende eine sehr schöne und gut proportionierte Anfangstour mit tollen Erlebnissen haben wir heute geschafft und freuen uns auf Morgen, denn dann wartet der Dachstein!

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Ramsau – Tag 1

Nun war es endlich soweit: Unser Wander- und Kletterurlaub 2010 steht auf dem Programm. Ziel unserer Untenehmungen ist die österreichische Gemeinde Ramsau am Dachstein in der Steiermark. Wir wollen die kommenden 3 Tage die zahlreichen Klettersteige um und am Dachsteinmassiv erkunden und bei günstiger Witterung auch den Dachsteingipfel besteigen. Die Klettersteigausrüstung ist eingekauft, die Rücksäcke gepackt und die Planung steht. Es kann also losgehen!

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