Tagged: Klettersteig

Klettern in der Wolkensteiner Schweiz

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 20° C waren mein Vater, mein Bruder und ich gestern in der Wolkensteiner Schweiz zum Klettern. Kurz oberhalb der Zschopau liegt gut versteckt der Sammelplatz mit dem Zugang zu den 5 Klettersteigen und zahlreichen Kletterwegen. Den Tip hat mir mein Kumpel Randy gegeben … und ich muss sagen: Es lohnt sich!

Für jeden Schwierigkeitsgrad ist etwas dabei – der Anfängersteig ‚Artist‘ über den für Fortgeschrittene geeigneten ‚Gratweg‘ – die beiden kurzen aber knackigen Steige ‚Bergweg‘ und ‚Gipfelweg‘ und die Krönung für den Kenner ‚Yeti´s Weg‘. An Ausrüstung sollte man das Kletterset nicht vergessen, wenn man auf den Helm auch verzichten könnte, da wenig Steinschlag aufgrund der geringen Kletterhöhe droht – ratsam ist es aber nicht. Es soll auch geführte Einsteigerkurse geben, für die Neulinge im alpinen Klettersport. Und auch die Freeclimber kommen sicher nicht zu kurz.

Ein lohnenswerter Ausflug war es allemal und ein würdiger Abschluss der Saison.

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Ramsau – Tag 4

Den 4. und letzten Urlaubstag wollten wir mit einem anspruchsvollen aber auch schönen Klettersteig beenden. Und so fiel unsere Wahl auf dem im Gosautal gelegenen Intersport-Klettersteig hinauf zum Großen Donnerkogel auf 2054 Höhenmeter. Vom Parkplatz am Hinteren Gosausee bestiegen wir die Gosaukammbahn hinauf in Richtung Gablonzer Hütte, welche wir zügig passierten und uns bergwärts in Richtung Einstiegspunkt richteten. Auf dem Weg sind wir auch auf die zahlreichen Warnungen gestossen, den Weg nicht zu verlassen, da wir uns im Jagdgebiet befinden würden … Beste Aussichten für eine geruhsame Klettertour also!

Beim 1.250 Klettermeter langen, vier sehr unterschiedliche Etappen umfassenden Intersport Klettersteig handelt es sich um eines der umstrittensten Klettersteigprojekte in Österreich. Der Steig wurde über eine bestehende Kletterroute von Paul Preuß gelegt und berührt außerdem Jagdgebiete. Dies löste hitzige Diskussionen aus und führte letztendlich zu einer Neutrassierung im mittleren Bereich.

Vom Einstieg ging es also nach kurzer Wartezeit im Stau schon eimal streng, aber schön, bergan. Im Hintergrund immer das herrliche Panorama der Gosauseen im strahlenden Sonnenschein. Nach weiteren schönen Passagen und immer wiederkehrenden Wartezeiten folgte das umgestaltete Mittelstück „Es lebe die Jagd“ rund um den Kleinen Donnerkogel. Dieser Mittelteil ist weder schön noch besonders anspruchvoll, muss aber für die weiteren Höhepunkte erledigt werden! Im 3. Teil des Anstieges folgt die Route einem Felsgrat entlang – Man steht förmlich zwischen den Tälern. Eine fantastische Aussicht und eine besonders anspruchsvolle Routenführung haben uns mächtig begeistert. Der letzte Teil hinauf zum Gipfel wechselt vom Klettersteig zum Trampelpfad … aber der Gipfel ist ja schon in Sicht. Diesen haben wir dann auch mit unserern zahlreichen Mitstreitern erreicht und nach kurzer Rast und einigen schönen Landschaftsaufnahmen folgte der unschöne Abstieg, denn der Weg führte wieder einmal direkt durch ein Geröll- und Steinfeld. Aber auch diese letzte Anstrengung haben wir geschafft und die Strapazen der Tour bei Buttermilch und Brot in der Hütte ausklingen lassen.

Der morgige Sonntag soll nur zur Heimfahrt und zum anschliessenden Fussballschaun genutzt werden. Bis bald!

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